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Aus Sachsen

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"....... Gelegentlich ist zu lesen, daß sich heutzutage "die Sunniten (...) im Glauben und der religiösen Praxis kaum von der Mehrheit der Schiiten [unterscheiden]. Dies dürfte nur auf den ersten Blick und namentlich für die sogenannten fünf Säulen des Islam, die die religiösen Pflichten jedes Muslims bestimmen, gelten. Wie die folgende Gegenüberstellung zeigt, existieren gewisse Unterschiede in den religiösen Auffassungen und Praktiken:

Sunniten Schiiten
 Der Herrscher der muslimischen Gemeinschaft soll dem Stamm Muhammads, den Quaysh, angehören und von der Gemeinschaft bestätigt werden. Rechtmäßiger Herrscher ist der Kalif, der die Sharia aufrichtet.Er ist Richter und Heerführer, bringt das Gesetz Gottes zur Anwendung, besitzt jedoch keine Lehrautorität.  Nur ein direkter Verwandter Muhammads ist der rechtmäßige Führer der muslimischen Gemeinschaft, der Imam. Er ist religiöser Führer, kein weltlicher Herrscher, der heute "in der Verborgenheit" lebt und von dort aus Weisungen erteilt. Er besitzt die oberste Lehrautorität, er ist unfehlbar und sündlos.
 Am Ende der Zeiten wird der Mahdi erwartet, der von einigen sunnitischen Theologen mit Jesus Christus gleichgesetzt wurde. Insgesamt spielt der Mahdi-Glaube aber im sunnitischen Islam keine bedeutende Rolle.  Für Schiiten ist der Glaube an den auf die Erde kommenden Mahdi von großer Bedeutung. Er wurde häufig mit dem in der Verborgenheit lebenden Imam gleichgesetzt. Alle Menschen werden sich bei seinem Kommen dem schiitischen Glauben zuwenden müssen und der Mahdi wird die Sharia auf Erden aufrichten. 
  Die meisten Sunniten lehnen die auf begrenzte Zeit geschlossene Ehe, für die die Frau eine Bezahlung erhält, als eine Art der Prostitution ab.   Schiiten vertreten mehrheitlich, daß die Zeit- oder Genussehe (mut'a-Ehe) eine von Muhammad praktizierte und daher auch heute erlaubte, ja empfohlene Eheform sei.
 Im sunnitischen Islam bildeten sich bis zum 10. Jahrhundert n. Chr. vier Rechtsschulen (Rechtstraditionen) heraus, die auf bedeutende Theologen und Rechtsgelehrte der islamischen Frühzeit zurückgehen und bis heute Gültigkeit besitzen.  Der schiitische Islam hat seine eigenen Rechtsauslegungen hervor gebracht. Er anerkennt auch nicht die Überlieferungstexte der ersten drei sunnitischen Kalifen (Nachfolger Mohammads), denn sie sind aus schiitischer Sicht Usurpatoren. 
 Die sunnitischen Rechtsschulen machen zwar geringe Unterschiede hinsichtlich des Ritus (z.B. beim Pflichtgebet), aber sie erkennen sich gegenseitig grundsätzlich an.  Schiiten beten in der Regel in schiitischen Moscheen und unterscheiden sich im Gebetsritus von der sunnitischen Mehrheit. So benutzen z.B. viele schiitische Gläubige einb Lehmtäfelchen, das aus dem Lehm von Kerbela (dem Ort des Todes al-Husains 680) hergestellt ist, auf das sie beim rituellen Gebet niederfallen.
   
   
   
   

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Fortsetzung folgt.

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