Zur Kleinen Anfrage (Drs. 6/8057) nach der Anzahl der angebotenen Lehrerfortbildungen und deren Teilnehmer erklärt Andrea Kersten, Fragestellerin und Fraktionsmitglied der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag:

„Grundsätzlich begrüßt die AfD-Fraktion natürlich das reichhaltige Angebot an Fortbildungsveranstaltungen für sächsische Lehrer. Aber es darf und muss die Frage erlaubt sein, warum ein Großteil der Angebote nicht vollständig ausgelastet ist. So wurden etwa im Schuljahr 2015/2016 1475 Fortbildungen offeriert, letztlich durchgeführt wurden 991. Und auch die durchgeführten waren nicht durchgehend mit Teilnehmern gefüllt. Von 24.000 verfügbaren Plätzen waren schlussendlich nur 16.248 besetzt.

Problematischer ist allerdings das offenkundige Desinteresse des Kultusministeriums an einer Kontrolle. Wie aus der Beantwortung hervorgeht, weiß das Ministerium unter CDU-Ministerin Kurth nicht, ob die Lehrkräfte an Fortbildungen teilnehmen und prüft dazu weder noch erfasst statistisch. Lehrerfortbildungen sind Pflicht nach dem sächsischen Schulgesetz.

Uns wundert ohnehin die vom Ministerium scheinbar nonchalant akzeptierte Belastung der Lehrer. Sie sollen den täglichen Unterricht abhalten, sich um Problemschüler aus inkompatiblen Kulturkreisen und die fortschreitende Inklusion kümmern sowie immer mehr die Erziehung der Kinder übernehmen. Zeit für Fortbildung bleibt da kaum noch. Doch gerade diese ist für Lehrkräfte mehr denn je notwendig, um für die neuen, immer atypischeren Anforderungen gewappnet zu sein. Sind diese mehr werdenden ‚Nebenschauplätze‘ eventuell auch der Grund, warum das Ministerium nicht kontrolliert? Hat es Angst, die Antworten könnten die Überlastung der Lehrer demonstrieren?

Der Tag hat auch für Lehrer nur 24 Stunden.“

Quelle: http://www.afdsachsen.de/presse/pressemitteilungen/lehrerfortbildung-neue-atypische-problemfaelle-grund-fuer-smk-ignoranz-bei-kontrolle.html

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