Wegen des Personalmangels bei der Polizei können in Sachsen 70.000 Straftaten nicht bearbeitet werden, teilte die Polizeigewerkschaft GdP mit. Sachsens Landeschef Husgen sprach von einem traurigen Zustand. Die bis 2026 geplanten Neueinstellungen würden dem Bedarf nicht gerecht. Statt der avisierten 1.000 Stellen benötige man mindestens 3.000. Zudem hätten sich 2016 140.000 Überstunden angesammelt.

Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion und Polizist, Sebastian Wippel:

„Gewerkschaftschef Husgen nennt den Zustand traurig. Ich nenne ihn skandalös und besorgniserregend. Wenn 70.000 Straftaten in Sachsen nicht bearbeitet werden können, weil Personal fehlt, ist das der glasklare Beweis für die jahrelange Untätigkeit des CDU-Innenministeriums bei der Schaffung neuer Stellen. Und auch die jetzt geschaffenen 1.000 neuen Arbeitsplätze, die übrigens erst ab 2026 komplett zur Verfügung stehen, sind nur ein Bruchteil der eigentlich benötigten. Unsere Polizisten schieben massig Überstunden vor sich her und dass es noch mehr werden können, sieht selbst der Unbedarfteste.

Die Schaffung neuer Stellen war schon immer ein dringendes Anliegen der AfD-Fraktion. Wir fordern mindestens 2.000, damit die wichtigsten Baustellen schnellstens angefasst werden können. Dass wir jetzt Situationen haben, in denen Straftaten unter Aktenbergen vergammeln, zeigt, wie recht wir hatten. Innenminister Ulbig verspielt durch seinen laxen Umgang mit der Polizei das hohe Vertrauen der Bürger in die Beamten und lässt das gefährliche Gefühl entstehen, die Polizei hätte vor dem Verbrechen kapituliert.“

Quelle: http://www.afdsachsen.de/presse/pressemitteilungen/id-70-000-straftaten-in-sachsen-unbearbeitet-polizei-personalmangel-gefaehrdet-sicherheit.html

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