Die Bundeswehr wird sich mit bis zu 1000 Soldaten, Drohnen und Kampfhubschraubern an der UN-Friedensmission in Mali beteiligen. Nach der Zustimmung des Bundestages wird die Armee damit zu ihrer nach Afghanistan zweitgrößten Mission starten. Der Einsatz ist allerdings umstritten, da die Sicherheitslage in dem afrikanischen Land als fragil gilt und in der Vergangenheit viele UN-Soldaten Opfer zahlreicher Selbstmordattentate wurden.

Dazu erklärt Andre Wendt, Mitglied der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag und Berufssoldat:

„Deutschland wird in Mali genauso wenig verteidigt wie am Hindukusch.

Der Einsatz ist mehr als fragwürdig. Die Truppe kann sich nur mit Müh und Not selbst verteidigen, weil Flugzeuge und Hubschrauber nicht fliegen können, Schützenpanzer in Hitze und staubiger Umgebung ausfallen oder Gewehre nicht schießen. Stattdessen schickt CDU-Verteidigungsministerin von der Leyen die Soldaten lieber zu Sex-Seminaren, richtet Betriebskindergärten ein oder entsendet die Soldaten eben in einen weiteren Kräfte zehrenden und gefährlichen Einsatz, der die Truppe weiter verschleißt und sie an den Rand des Machbaren bringt. Es besteht die Gefahr, dass die gleichen Fehler wie in Afghanistan gemacht werden und die Soldaten am Ende mit ihrem Leben für diese Fehler bezahlen müssen. Kritisch ist zudem das Fehlen einer plausiblen Exit-Strategie – in Afghanistan hat sich die Lage nach der starken Reduzierung des NATO-Kontingents exorbitant verschlimmert und nicht verbessert.

Wir verheizen Menschen und Material auf einem zusätzlichen Schauplatz, obwohl die Bundeswehr genug eigene Baustellen hat. Deshalb: Bundeswehr raus aus Mali!“

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