Spitzenkandidatin Harder-Kühnel sieht mit Gabriel und Zypries zwei politische Auslaufmodelle als Platzhalter bis zur Bundestagswahl

MAIN-KINZIG-KREIS.  „Das derzeitige Personalchaos der Sozialdemokraten auf Bundesebene wird der AfD auch in Hessen weiteren Zulauf von ehemaligen SPD-Wählern bringen“, erklärte Mariana Harder-Kühnel, Spitzenkandidatin der hessischen AfD zur Bundestagswahl. Sie erinnerte an die jüngsten Umfragewerte in ihrem Bundesland, wonach die SPD zwei Prozent verlor, während die AfD um zwei Prozent auf 14 Prozent zulegte. Sigmar Gabriel sei nach seinem Rückzug als SPD-Chef und Kanzlerkandidat „auch als künftiger Außenminister ein politisches Auslaufmodell“, betonte Harder-Kühnel. Gleiches gelte für die hessische SPD-Politikerin Brigitte Zypries, die als neue Bundeswirtschaftsministerin auf Gabriel folgen soll. „Auch sie ist nur ein Platzhalter im Ministersessel bis zur Bundestagswahl, weil sie sich nicht erneut für ein Mandat bewirbt und offenbar auch sonst keine bundespolitischen Ambitionen mehr hat“, stellte die hessische AfD-Spitzenkandidatin fest.

Selbst die hessische SPD habe verstört auf den überraschenden Rückzug Gabriels reagiert. So habe SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel in der Tagessschau der ARD gesagt, der Personalwechsel sei „blöd gelaufen“ und „mindestens ärgerlich“. Spitzenpolitiker von Grünen und Linken im Bundestag erklärten im Fernsehen, sie wüssten derzeit nicht, wofür die SPD innenpolitisch stehe.

Martin Schulz als neuer SPD-Chef und Kanzlerkandidat bedeute für den AfD-Wahlkampf Rückenwind, findet Harder-Kühnel: „Der ehemalige EU-Parlamentspräsident verkörpert eine bei vielen Bürgern unbeliebte Institution, die den Mitgliedsstaaten immer mehr in die Politik hineinregiert und gleichzeitig durch ungeschützte Außengrenzen an der unkontrollierten Zuwanderungswelle, einschließlich steigender Kriminalität und Terrorgefahr, eine große Mitverantwortung trägt.“  Sie freue sich, das im Wahlkampf zu thematisieren, zumal die SPD einer der Hauptgegner der AfD sei.

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